Seniorenbüro des Monats April 2017 – Leitstelle „Älter werden in Ahlen“ und Verein „Alter und Soziales e.V.“

Leitstelle „Älter werden in Ahlen“

Seit der Verabschiedung des ersten Ahlener Altenhilfeplanes im Jahr 1990 ist die Leitstelle „Älter werden in Ahlen“ als Sozialplanung zuständig für die Absicherung und Verbesserung der Lebensqualität älterer Menschen in der Stadt Ahlen. Mit diesem übergreifenden Ziel arbeitet sie mit den älteren Menschen selbst sowie den TrägerInnen und MitarbeiterInnen der Altenhilfe (Pflege) und sozialen Seniorenarbeit auf der Grundlage des „Integrierten Handlungskonzeptes“ zusammen. Neben der Moderation der Arbeitsprozesse übernimmt die Leitstelle die Konzepterstellung und Mittelakquise für Projekte sowie die Steuerung und deren Umsetzung.

Die Leitstelle ist Geschäftsführerin des Vereins „Alter und Soziales e.V.“, in dem 13 Träger sozialer und gesundheitlicher Dienste in Ahlen vereint sind und in dem gemeinsam an der Weiterentwicklung der Altenhilfe und Seniorenarbeit in Ahlen gearbeitet wird.

Arbeitsschwerpunkte und Praxisbeispiele

  1. Verbesserung der Lebensqualität Hilfe- und Pflegebedürftiger
  2. Weiterentwicklung der gemeinwesenorientierten Seniorenarbeit zur Unterstützung der sozialen Teilhabe und Ausbau des ehrenamtlichen Engagements älterer Menschen

1 a) Verein „Alter und Soziales e.V.“

Seit 1993 arbeiten in dem Verein „Alter und Soziales e.V.“ in Ahlen die Wohlfahrtsverbände, das Krankenhaus, die Seniorenheime, die Hospizbewegung, die Familienbildungsstätte und die Stadt Ahlen abgestimmt und gemeinschaftlich an der Verbesserung der Lebens- und Versorgungssituation älterer Menschen. Das erklärte Ziel ist, die Dienste und Angebote auf der Grundlage eines „Integrierten Handlungskonzepts zur Absicherung und Verbesserung der Lebensqualität älterer Menschen in Ahlen“ auszurichten. Für seine vielfältige Arbeit wurde „Alter und Soziales e.V.“ mit rund zwanzig Auszeichnungen bedacht.

Die KAA-Pflege- und Wohnberatung leistet einerseits eine qualitätsgesicherte Pflege- und Wohnberatu ng und koordiniert die AnbieterInnen in dem Versorgungssystem über verschiedene Arbeitskreise und Gremien.

Durch das Landesmodellprojekt „Demenz-Serviezentrum Region Münsterland“ der „Alzheimer Gesellschaft im Kreis Warendorf e.V.“ mit Sitz in Ahlen werden neue Unterstützungsangebote für Demenzerkrankte und deren Angehörigen aufgebaut.

An „Alter und Soziales e.V.“ angebunden ist zudem die Fachstelle zur Koordinierung der Seniorenbüros im Land NRW (Landesarbeitsgemeinschaft Seniorenbüros NRW (LaS NRW)).

„Alter und Soziales e.V.“ ist Mitglied im „Qualitätsverbund Geriatrie Nord-West-Deutschland“ (www.qualitaetsverbund-geriatrie.de).

1 b) Bedarfsgerechte Weiterentwicklung der ambulanten, teilstationären und stationären Versorgungsangebote

→ Unter dem Motto „ambulant vor stationär“ wird der Ausbau der Wohn- und Pflegeangebote in Ahlen mit umfangreichen Beteiligungsprozessen begleitet, an denen die Fachwelt über den Verein, die lokale Politik über eine gemeinsame Ausschusssitzung des sozial- und des Stadtentwicklungsausschusses sowie die BürgerInnen über öffentliche Debatten und Arbeitsgruppenbildung einbezogen werden.

2 . Die wichtigsten Aufgaben in der gemeinwesenorientierten Seniorenarbeit:

Ausflug des SINN-Netzwerks, Foto: Stadt Ahlen

2 a) SINN-Netzwerk

Das SINN steht für „Senioren In Neuen Netzwerken“ und für die innovative Seniorenarbeit in der Stadt Ahlen. Das SINN-Netzwerk zeichnet sich aus durch eine enge Zusammenarbeit zwischen den einzelnen PartnerInnen aus der Seniorenarbeit unserer Stadt. SINN gehören über 60 KooperationspartnerInnen an, die über 150 Angebote, Initiativen und Projekte von und für SeniorenInnen anbieten. Alle BürgerInnen der Stadt Ahlen sind einmal im Jahr zu einer SINN-Konferenz eingeladen, um sich auszutauschen oder neue Ideen zu entwickeln. Das SINN-Netzwerk wurde bereits mehrfach für seine innovative Seniorenarbeit ausgezeichnet.

www.senioren-ahlen.de

Die www.senioren-ahlen.de ist eine lokale Internetplattform für Information, Kommunikation und Dienstleistung in der Stadt Ahlen. Sie ist die zentrale Drehscheibe für Informationen in dem SINN-Netzwerk. Die Seite bietet sowohl aktuelle Information zu Veranstaltungen und Aktivitäten als auch grundsätzliche Hinweise zu AnbieterInnen im gesamten Themenfeld der Seniorenarbeit und Altenhilfe.

Weitere Angebote:

  • PC-Smartphone-Kurse
  • Reparatur-Café (2015, Auszeichnung PSD-Bank)
  • Seniorenreisen und-veranstaltungen
  • Tag der offenen Gärten
  • Vorlesetreff: leichte und einfache Sprache
  • Vorlese- und Sprachpaten, u.a.

2 b) Förderung des bürgerschaftlichen Engagements in Ahlen

Das bürgerschaftliche Engagement wird durch Herausforderungen, wie dem demografischen Wandel oder aber aktuell durch die Aufnahme von Flüchtlingen immer wichtiger.

„Zukunftsfaktor Bürgerengagement – Entwicklungswerkstatt für kommunale Engagementstrategien“
Seit 2015 nimmt Ahlen an dem durch das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport geförderten Projekt teil. Im Rahmen einer kostenlosen Qualifizierung befasst sich die Leitstelle mit dem systematischen Auf- und Ausbau von Bürgerengagement und der Entwicklung einer kommunalen Strategie.

Ehrenamtskarte
Die Stadt Ahlen würdigt mit der Ehrenamtskarte seit 2012 das bürgerschaftliche Engagement. Bis heute sind 150 Ehrenamtskarten in Ahlen beantragt worden. Die Ehrenamtskarte wird durch die Leitstelle „Älter werden in Ahlen“ verwaltet, die auch für das SINN-Netzwerk zuständig ist. In diesem Netzwerk engagieren sich überwiegend ältere Menschen in über 150 Angeboten von 65 Trägern

„Alt für Jung Patenschaften – Seniorenbüros unterstützen Geflüchtete“

Die BaS beteiligt sich seit April 2016 an dem Bundesprogramm „Menschen stärken Menschen“. Die Leitstelle „Älter werden in Ahlen“ setzt das Projekt in enger Kooperation mit dem bereits in der Flüchtlingshilfe aktiven Caritasverband für das Dekanat Ahlen e.V., dem Förderverein für Flüchtlinge Ahlen e.V. sowie dem städtischen Integrationsteam um. Aktuell gibt es rund 50 aktive Patenschaften in Ahlen.

Alt für Jung Patenschaften in Ahlen, Foto: Stadt Ahlen

2 c) Altengerechte Quartiersentwicklung „Ahlen-Nord“ und „Ahlen-Ost“

Im Rahmen der Projekte Altengerechte Quartiersentwicklung „Ahlen-Nord“ und „Ahlen-Ost“ werden Bedarfe und Wünsche der älteren Stadtteilbewohner aufgenommen, ausgewertet und umgesetzt.

Altengerechte Quartiersentwicklung Ahlen-Nord

Die Förderung des Stadtteils ist für den Zeitraum von Juni 2015 bis Mai 2018 vom Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter (MGEPA) bewilligt. Der Schwerpunkt der Quartiersentwicklung Ahlen Nord-Mitte liegt auf der Initiierung neuer Nachbarschaften, um den möglichst langen Verbleib älterer Menschen im Quartier zu ermöglichen:

  • Handlungsfeld Gemeinschaft erleben
  • Handlungsfeld sich versorgen
  • Handlungsfeld Wohnen und Wohnumfeld
  • Handlungsfeld sich einbringen
Stadtteilstammtisch in Ahlen-Nord, Foto: Stadt Ahlen

Altengerechte Quartiersentwicklung Ahlen-Ost

Mit der Zielsetzung, die Entwicklung eines altengerechten Stadtteils zu unterstützen, hat das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter (MGEPA) die Förderung für den Zeitraum von Januar 2017 bis Dezember 2019 bewilligt.

Die handlungsleitende Orientierung stellt die Gesundheitsförderung in den Mittelpunkt:

  • Handlungsfeld Bildung und Ernährung
  • Handlungsfeld Mobilität und Bewegung
  • Handlungsfeld Teilhabe und Infrastruktur

2 d) Themenübergreifende Querschnittsaufgaben entsprechend der inhaltlichen Arbeit gemeinsam mit anderen umsetzen – dies sind:

  • Öffentlichkeitsarbeit
  • Beratung
  • Bildung und Qualifizierung
  • Qualitätsentwicklung

Kontakt

Stadt Ahlen, Der Bürgermeister
Leitstelle „Älter werden in Ahlen“, Westenmauer 10, 59227 Ahlen

Fon: 02382/59-467 oder 59-743, Fax: 02382/59-730
E-Mail: seniorenarbeit@stadt.ahlen.de

Homepages:

www.alter-und-soziales.de

www.senioren-ahlen.de

www.ahlen.de

www.demenz-service-muensterland.de

www.westgem.de