Das Seniorenbüro des Monats Oktober kommt aus: Solingen

Das Seniorenbüro der Stadt Solingen will dazu beitragen, Schwierigkeiten, die durch das Alter entstehen, zu verhüten, zu überwinden oder zu mildern und alten Menschen die Möglichkeit zu erhalten, am Leben in der Gemeinschaft teilzunehmen. Wer auf Grund von Krankheit, Pflegebedürftigkeit oder Behinderung im Alter zur Bewältigung seines Alltags auf Hilfe angewiesen ist, kann sich bei der Informations-, Anlauf- und Vermittlungsstelle der Altenhilfe über die verschiedenen Angebote informieren.

Das Seniorenbüro berät mit dem Ziel, älteren Menschen und ihren Angehörigen möglichst lange ein Leben in ihrer gewohnten Umgebung zu ermöglichen. Darüber hinaus informieren die Mitarbeiter über sinnvolle Freizeitbeschäftigungsmöglichkeiten, ehrenamtliche, politische oder verbandliche Betätigung und gesellige Aktivitäten für unterschiedliche Zielgruppen.

Das Seniorenbüro bietet:

  • Beratungsgespräche zu unterschiedlichen Themen
  • Vermittlung an Beratungsstellen mit spezifischen Schwerpunkten
  • Hilfe und Unterstützung bei der Freizeitgestaltung
  • Vermittlung von Kontakten zu Gruppen, Initiativen etc.
  • Unterhaltung und Kultur, Möglichkeiten für Eigeninitiative und Beteiligung
  • Entwicklung und Begleitung von strategischen Projekten der Solinger Altenhilfe

Altengerechte Quartiersentwicklung in Solingen Höhscheid

Ziel einer „altengerechten Quartiersentwicklung“ ist es, integrierte Wohn- und Versorgungskonzepte für ältere und pflegebedürftige Menschen in den Wohnquartieren zu verankern. Älteren Menschen sollen auch dann in der eigenen Wohnung bleiben können, wenn Unterstützung und Pflege nötig werden. Dieses Projekt, finanziert durch ein Landesprogramm, wird mit einem breiten Angebot in Bewegung, Vorträgen und einem Anbieterverzeichnis für den Stadtteil im Februar 2018 abgeschlossen.

Nicht auf die lange Bank schieben: Die fünf- Minuten-Bank für Solingen Ohligs

Welcher ältere Mensch kennt das nicht? Da will man raus aus der Wohnung, frische Luft schnappen, etwas besorgen, mal kurz in die Stadt – und auf halbem Weg bleibt die Luft weg! Wie schön wäre da eine Bank… Solche Bänke gab es bisher in Ohligs nicht. Oder genauer: Es gibt sie nur in der Fußgängerzone.

Das hat sich jetzt geändert. Auf einer Bürgerversammlung, zu der das Solinger Bündnis für Familie, der Seniorenbeirat und der Beirat für Menschen mit Behinderungen eingeladen hatte, wurden die Aufstellung neuer Bänke geplant. Finanziell unterstützt von der Robert-Bosch-Stiftung und der Stadtentwicklung wurden insgesamt 8 seniorengerechte Bänke angeschafft. Ausgesucht wurden sie von einer Kommission aus Fachleuten und Solinger Bürgerinnen und Bürgern. Wo diese Bänke zu finden sind, zeigt eine neue Stadtteilkarte, die bei der Veranstaltung vorgestellt wurde.


Das JAHRESPROGRAMM des Solinger Seniorenbüros

Jedes Jahr bringt das Seniorenbüro ein vielfältiges Angebot für ältere Menschen in Form eines Jahresprogramms heraus. Das Programm reicht von seniorengerechten Fahrten und Veranstaltungen verschiedenster Art, wie Seniorenkarneval und Ü70 Party bis zu innovativen Projekten für die „Jüngeren der Älteren“:

  • Tanztheater 55plus „Meine Zeit ein Raubtier“

Das Tanztheater 55plus „Meine Zeit ein Raubtier“ wurde 2014 vom Seniorenbüro Solingen gegründet. Aktuell sind 33 Tänzerinnen und Tänzer zwischen 55 und 80 Jahren beteiligt. Seine aktuelle Produktion „heimat“ zeigte es im Februar 2017 vor ausverkauftem Haus im Theater und Konzerthaus Solingen. Die dritte Produktion „Meine Zeit – ein Raubtier“ trägt den Arbeitstitel: „Es war einmal – oder auch nicht“. Die Uraufführung ist im Februar 2018 im Theater und Konzerthaus Solingen geplant. Das Theater will mit seinen Aufführungen ein neues, differenziertes Bild vom Alter und Älterwerden aufzeigen. Darin steckt ein Plädoyer für Lebenslust und zugleich ein Appell an unsere Gesellschaft: Vitalität und Kreativität sind keine Frage des Alters und kein Privileg der Jugend. Thematisch setzte sich das Projekt mit dem Begriff „heimat“ auseinander.

  • Generationensportfest der Stadt Solingen und des Solinger Sportbundes

Die Idee ist, dass sich Grundschulkinder mit ihren Großeltern gemeinsam spielerisch und sportlich im Wettkampf mit anderen Grundschulen messen. Elf Grundschulen mit jeweils bis zu 30 Schülerinnen und Schülern sowie deren Großeltern nahmen teil, insgesamt rund 500 Personen. Betreut wurden sie von engagierten Lehrerinnen und Lehrern. Die generationsübergreifenden Teams absolvierten im Verlauf von insgesamt rund fünf Stunden zehn unterschiedlichen Spielstationen. Alle Teilnehmenden wurden mit Urkunden belohnt. Die Altenstiftung der Stadtsparkasse Solingen finanzierte die Veranstaltung.

  • Kunstgenuss 60plus

Eine großeKunstausstellung, über die Stadtgrenzen hinaus bekannt und anerkannt; zeigt, wie aktiv und lebendig ältere Menschen künstlerisch arbeiten. Jeweils im Januar zeigen rund 120 Menschen im Alter Ü60 rund 250 Bilder im Theater und Konzerthaus Solingen. Nach 25 Jahren lief die ursprüngliche Veranstaltung unter dem Titel „Senioren Malen“ 2016 erstmalig unter dem neuen Titel „Kunstgenuss 60plus“.

Als Veranstalter kooperieren das Kulturmanagement, das Seniorenbüro und das City Art Projekt.

  • Vortragsreihe „Älter werden in Solingen“

Das Seniorenbüro und die Bergischen Volkshochschule gehen mit dieser Reihe unterschiedlichen Facetten und Problemstellungen anhand konkreter Fragestellungen nach:

  • Welche Wohnformen sind dem demographischen Wandel angemessen?
  • Welche Vorkehrungen in der Gesundheitsversorgung und in der Prävention müssen getroffen werden?
  • Welche kulturellen und sportlichen Angebote sollten zusätzlich entwickelt werden?
  • Und wie ist der Anspruch der Generationengerechtigkeit für Solingen einzulösen?

Mit der Vortragsreihe schafft das Seniorenbüro ein Angebot, das sich (nicht nur) an ältere Menschen in Solingen richtet. Sie will zeigen, wie und wo man aktiv werden kann, informiert zu bestimmten Themen und liefert Anregungen. Hintergrund ist, das sich die Bevölkerungsstruktur in Deutschland in den nächsten Jahren und Jahrzehnten weiter verändern wird. Die Menschen in Deutschland werden älter, und die Gesellschaft wird dank Zuwanderung vielfältiger.

  •  Tanzbar

Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen zum Tanzen zu bewegen, ist nicht neu. Allerdings finden die meisten Tanzveranstaltungen in Senioreneinrichtungen, Treffpunkten für ältere Menschen oder Gemeindesälen statt. Tanzbar bringt das Tanzen dorthin zurück, wo es für viele, auch ältere Menschen hingehört: in den Tanzsaal. Spaß, Freude und Geselligkeit stehen bei Veranstaltung des Seniorenbüros „Tanzbar…darf ich bitten?“ im Vordergrund. Denn tanzen weckt bei den meisten Menschen glückliche Erinnerungen: an die Jugend, an die große Liebe, an fröhliche Feiern. So empfinden auch Menschen mit Demenz.

  • Faltenrock

Faltenrock ist die Party für die Generation 60+, mit Rockmusik aufgewachsen, zu alt für die Disco und zu jung für Tanztees. Kreuzfahrten sind Klischees. Torten essen und Bingo spielen ist zu langweilig. Wer von den Damen und Herren im fortgeschrittenen Alter Lust auf Abwechslung hat, geht auf die stylishe Ü60-Party Faltenrock mit DJ Dieter Becker in die Cobra. Deutsche Oldies gehören ebenso zum Repertoire der MEMORIES, wie auch viele Gitarreninstrumentaltitel der legendären Shadows.

  • Never too old for rock´n´ roll – ROCK.60

Seit 2016 neu in der Musikschule Solingen – ein Bandangebot mit einer Altersbeschränkung nach unten. Wer unter 60 ist, hat hier nichts verloren! Ziel ist es, eine echte Band aufzubauen, die Musik aus den 60er und 70er Jahren spielt, wöchentlich probt und schließlich auch auftritt. Für alle ab 60, die sich einen alten Traum erfüllen wollen. Rocksongs der 60er und 70er Jahre – pur, handgemacht, druckvoll, mit Spaß und ohne Leistungsdruck.

Die Experimentierfreude der Beatles, der raue Sound der Rolling Stones, Jimi Hendrix, Led Zeppelin, Motown, Pink Floyd….all das wäre nicht möglich gewesen ohne die heute „60+“Jährigen. Die Musik der 60er und 70er Jahre hat diese Generation geprägt

  •  Aktion Patenschaften für geflüchtete Menschen

Mit diesem Projekt beteiligt sich die Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenbüros, wie auch das Solinger Seniorenbüro, an dem Programm des Bundesfamilienministeriums „Menschen stärken Menschen“. Zusammen mit 17 ausgewählten Organisationen werden auf lokaler Ebene 300 Patenschaften für Geflüchtete in verschiedenen Lebensaltern gestiftet.

Der gelebte Kontakt von Mensch zu Mensch baut Vorurteile ab, hilft, geflüchtete Menschen einzubeziehen und stärkt auf Dauer den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Das Seniorenbüro und die Flüchtlingshilfe Solingen haben Paten gefunden, die sich verpflichtet haben, eine Patenschaft zu übernehmen. Über das neue Programm des Bundesfamilienministeriums „Menschen stärken Menschen“ wurde ein Leitfaden für Paten erstellt und eine Fortbildungs- und Qualifizierungsreihe durchgeführt. Außerdem konnten gemeinsame Aktivitäten finanziert werden.

  • PC, Notebook, Tablet und Handykurse für Senioren

Ohne Computer, Tablets, Handys und Smartphones geht in unserer Gesellschaft fast nichts mehr. Computer und Internet findet man überall, egal, ob im Geschäftsleben oder im Privathaushalt. Ob man Computer beruflich oder privat nutzt, sie erleichtern das Leben ungemein. Dies finden nicht nur junge Leute, sondern mittlerweile auch immer mehr Senioren. Deshalb bietet das Seniorenbüro, unterstützt durch das Haus der Jugend und die AWO, Computer- Tablet- und Handykurse für Senioren an. Das Besondere an dem Angebot ist, dass anders als in üblichen Kursen kein Frontalunterricht stattfindet, sondern es wird 1:1 unterrichtet: jeweils ein Jugendlicher unterrichtet einen älteren Menschen. So lässt sich individuell auf spezielle Fragen eingehen.

  • Senioren Kino im Kulturzentrum Cobra

Das Senioren Kino in der Cobra zeigt in Kooperation mit dem Solinger Seniorenbüro aktuelle, qualitativ hochwertige Spielfilme, die sich mit dem Thema „älter werden“ in witziger oder ernsthafter Weise beschäftigen. Mit diesem Kinonachmittag wird die Gelegenheit geboten, das Kino wieder neu zu entdecken, den Zauber der großen Bilder zu spüren und eine wohltuende Gemeinsamkeit zu erleben.

  • Aktionswoche mit dem Thema Wie will ich leben wenn ich älter bin…? der Bergischen Seniorenbeiräte im Solinger Theater- und Konzerthaus

Vom 13. – 20. Oktober 2017 findet in Solingen und anderen bergischen Städten eine Aktionswoche statt. Ihr Ziel ist es, Seniorinnen und Senioren in den beteiligten Städten und Gemeinden zu ermutigen, sich dem Thema aktiv zu stellen, Angebote der städtischen Wohn- und Pflegeberatungen zu nutzen, gemeinsam über mögliche Wohnformen, Pflege zu Hause etc. zu reflektieren. Dazu werden vielfältige Modelle und Alternativen des Wohnens im Alter vorgestellt.

Einer der Höhepunkte der Aktionswoche ist die „Aktivia – die Messe für die schönste Lebensphase“ am Sonntag, 15. Oktober 2017, 10.00 – 16.00 Uhr in Kooperation mit der Solinger Stadtsparkasse im Theater und Konzerthaus Solingen mit einem Schwerpunkt „Wohnen im Alter“. 60 verschiedene Anbieter aus den Bereichen „Leben und Wohnen im Alter“ stellen auf der Messe Ihre Angebote, Produkte, Leistungen und Beratungen vor.


Ansprechperson des Seniorenbüro Solingen ist Joseph Beu (j.beu@solingen.de oder 0212. 290 – 5282).